EUGEN KISSELMANN

Beeindruckende Bilder von Naturmaler Eugen Kisselmann
„Adonisröschen und weiße Wölfe“ im Letzlinger Schloß

Seine wunderschönen Bilder sehen fast nicht mehr aus wie gemalt. Der unglaublich feine Pinselstrich, die absolut naturgetreue Darstellung von Tieren und Pflanzen läßt den Betrachter manchmal denken, er stehe vor einem Foto. Um so malen zu können war es auch für Eugen Kisselmann, der seine Werke derzeit im Letzlinger Jagdschloß ausstellt, ein weiter Weg. Und das im doppelten Sinne. Als Sohn Wolgadeutscher Eltern im Altai-gebirge geboren, spürte er in sich schon früh ein Drang zu malen. Und hatte Glück. „Unsere Eltern unterstützten uns immer in unserer Leidenschaft. Wir hatten immer Stifte und Papier. Das war nicht selbstverständlich in so einem kleinen Ort", erzählt Eugen Kisselmann. Bald schon ging er zur Kinderkunstschule, danach zur Kunstakademie. Bereits mit 20 Jahren hatte er sein Studium abgeschlossen. Auf vielen Reisen und Expeditionen, auch nach Sibirien, holte sich der Künstler viele Eindrücke, die sich jetzt in seinen Werken widerspiegeln. Ein Rudel weißer Wölfe erscheint auf dem Bild so natürlich, als würde es gleich weiterziehen.  Eure Fischotterfamilie im klaren Wasser tummelt sich, als würde es gleich aus dem Bild herausspritzen. Und auch ruhige Momentaufnahmen russischer Landschaften verzauberten die Besucher im Schloß. Diese unbedingt sehenswerte Ausstellung ist in der neuen „Kleinen Galerie " zu finden, die Bürgermeisterin Regina Lessing mit dieser Ausstellung eröffnete. Noch vor wenigen Wochen wurden in den Räumen Putzmittel gelagert, der zweite diente als Garderobe für die Besucher. Mit den Bildern in Kohle und Tempera, Öl und Bleistifttechniken wurden nun weitere Teile des Schlosses der Öffentlichkeit übergeben. Möglich gemacht hatte die Sanierung dieser weiteren Räume die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, deren Mitarbeiterin Regina Lessing ebenfalls ist.

An die Stiftung ging auch der Dank Kissel-manns für die Vorbereitung der Ausstellung. Und auch seine Frau Tatjana bekam nicht nur einen Blumenstrauß von Regina Lessing, sondern ein herzliches Dankeschön ihres Mannes. „Wenn meine Frau mir nicht mit allem den Rücken frei halten würde, könnte ich nicht malen", betonte er. Kisselmanns leben heute in Paderborn und haben nicht nur in Deutschland viele Ausstellungen bestückt. Auch international hat Kisselmann bereits Beachtung gefunden. So erhält er im Juli die Auszeichnung „Wildlife artist des Jahres 2005" in London. In Kent hatte der Wettbewerb stattgefunden, dessen Auswertung nun erfolgte.
Wer die Natur liebt, sollte sich die Ausstellung in der Kleinen Galerie des Letzlinger Jagdschlosses unbedingt anschauen. Denn wie Dr. Alfred Matthes bereits in seinen einführenden Worten sagte, bestätigt sich liier: „Wer so malt wie Eugen Kisselmann, der muss eine Naturexperte und Naturliebhaber sein."